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Artikel

Tales of Amaro.

17.04.2026
von Nadja Rauss

Es gibt Konzepte, die lassen sich schnell erklären. Und es gibt jene, die man besser versteht, wenn man sie erlebt. Tales of Amaro gehört eindeutig zur zweiten Kategorie – auch wenn die Idee dahinter erstaunlich klar ist.

Origin in Motion
 

Entwickelt wurde das Projekt von Marcus Volsa, Chef de Bar der Belétage. Seine Handschrift prägt nicht nur die Drinks, sondern das gesamte Verständnis von Bar im Haus. Es geht ihm nicht um Effekte oder Inszenierung, sondern um eine präzise Frage: Wie lässt sich Herkunft tatsächlich schmeckbar machen – not as a story, but as an experience?

Die Antwort darauf ist ebenso konsequent wie radikal gedacht. Über ein Jahr hinweg entstehen zwölf Amari, einer pro Monat. entstehen zwölf Amari, einer pro Monat. Jeder einzelne basiert auf einem kulinarischen Verständnis, das regionale und saisonale Verfügbarkeit in den Mittelpunkt stellt. What grows, goes.

 

Time, Captured in Taste
 

Damit verschiebt sich der Fokus. Nicht der Drink steht am Anfang, sondern die Landschaft. Und diese ist – wie Volsa es versteht – kein statisches Bild, sondern ein System in Bewegung. Temperatur, Licht, Reife, Vergänglichkeit: All diese Faktoren verändern, was wächst und wie es schmeckt. Jeder Amaro wird so zu einer Momentaufnahme, die genau so nur einmal existiert – a liquid snapshot of time.

Dass diese Amari nur in kleinen Mengen produziert werden, ist dabei keine strategische Verknappung, sondern eine logische Konsequenz. Wenn eine Zutat verschwindet, verschwindet auch der Amaro. „Dadurch wollen wir auch zu einem alternativen Luxusverständnis beitragen – weg von gekauftem Status, hin zu Exklusivität durch Authetizität und Begrenzung.“, so Volsa. – driven by season, not by schedule.

 

Familiar Form, Unique Origin

Spannend ist, wie zugänglich das Ganze bleibt. Trotz der konzeptionellen Tiefe verzichtet Volsa bewusst auf jede Form von Überinszenierung. Die Drinks orientieren sich an bekannten Klassikern – ein Sour, ein Highball, ein Spritz. Vertraute Strukturen, die Orientierung geben. Nur der Amaro darin ist ein anderer: saisonal, handgemacht, einmalig. “Das hebt uns auch von anderen ab. Es gibt nicht das eine Rezept für alle 12 Amari, sondern jeder einzelne wird bereits in Zucker, Alkoholgehalt und Bitterkeit für ein bestimmtes Profil und einen spezifischen Einsatz kreiert.“ Familiar form, unique origin.

Gerade diese Balance macht den Unterschied. Für Gäste wie Nina, die bewusst reisen, Inspiration suchen und Wert auf Authentizität legen, entsteht hier ein Erlebnis, das über das Offensichtliche hinausgeht. Es ist nicht nur ein guter Drink, sondern ein Kontext, den man spürt – subtle, but precise.

Und auch für jemanden wie Claudia entfaltet das Konzept seine Wirkung auf eine andere Art. Weniger über die Tiefe der Theorie, sondern über die Atmosphäre. Über Gespräche an der Bar, über das Gefühl, Teil von etwas Lebendigem zu sein, das sich ständig verändert und nie ganz gleichbleibt. A place to connect, not just consume.

Vielleicht ist das der eigentliche Kern von Tales of Amaro: Es geht nicht darum, etwas festzuhalten. Sondern darum, den Moment ernst zu nehmen. Frühling schmeckt anders als Herbst, Sommer anders als Winter – und genau diese Unterschiede werden hier nicht geglättet, sondern bewusst herausgearbeitet.

Am Ende ist es weniger eine Serie von Produkten als eine Haltung. Eine, die zeigt, dass Herkunft nicht erklärt werden muss, wenn sie spürbar wird. Und dass ein Drink manchmal mehr erzählen kann als jede Geschichte – if you let it.

 

Experience it. In der Belétage.

Die aktuellen Amari erlebst du in der Belétage – pur oder als Terroir Drink - sind sie aus, verschwinden sie von der Karte. 

Take a seat. Taste what’s here. Now.
 

Der Barbereich mit gemütlichen Barstühlen, einer gut bestückten Bar und einem Barkeeper, der Getränke zubereitet
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AUTOR:IN

Nadja Rauss

Als Quereinsteigerin im Gastgewerbe bringe ich einen reichen Erfahrungsschatz im Marketing mit, insbesondere im Bereich Brand Management und der Entwicklung ganzheitlicher Markenerlebnisse. Angetrieben von meiner kindlichen Neugier und dem Staunen über die Wunder der Welt lebe ich Werte wie Wertschätzung, Mut und Freundlichkeit – Qualitäten, die sowohl mein persönliches Leben als auch meine Arbeit bei der GRÖLLER Hospitality prägen.

 Frau mit kurzen Haaren sitzt auf einer Decke in der Wiese
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